Freitag, 30. Juli 2010

Traumfragment

Nachdem ich heute Nacht ziemlich lange einen Traum geträumt habe, in dem es um ständige Anstrengungen, Ängste und diffus-gefährliche Situationen ging, wachte ich frühzeitig auf und konnte mich nur noch an das Ende des Traumes erinnern. Es war eine zutiefst traurige Szene, die man, bei entsprechend misanthropischer Grundstimmung, als gleichartiges Ende einer jeden Geschichte bezeichnen könnte:

[Die Szene scheint auf einer leeren Ebene zu spielen, unterbrochen nur von zackigen, aber nicht allzu großen Gebilden, die ebenso gut Steine wie Schrott sein könnten. Der Himmel ist gelb und hängt tief über dem Land. Ein paar Wolkenfetzen - oder Rauch? - schweben nahe des Bodens in der Luft. Dieser Boden ist dreckig und von Pfützen bedeckt.]

Sie erhoben sich langsam und blickten müde über die weite, desolate Ebene hinweg. Sie waren verschwitzt und stanken und viele bluteten. Und es waren nicht nicht mehr alle dabei, auch wenn die meisten es geschafft hatten.

Der junge Chris fragte: "Und das war es nun? Das war alles, was wir erreichen konnten?"

"Ja", antwortet irgendjemand.

"Und das wird immer so sein?"

"Ja."

"Und deshalb werden wir immer diese Geschichte erzählen?"

"Ja."

Chris schüttelte den Kopf und begann loszustapfen ...

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(Foto aus "Anwyn" von Juxart; www.juxart.de)