Dienstag, 20. April 2010

Der Seidenfluss ist online

Heute ging eine weitere Website von polyoinos ins Netz: der Seidenfluss.

Vielleicht wissen Sie ja, dass ich seit vielen Jahren Kampfkünste betreibe und mich seit einiger Zeit auch mit Energiearbeit und Meditation beschäftige. Gerade in den letzten 5 Jahren hat sich durch die Entdeckung der inneren Kampfkünste sehr viel in meinem Denken und Handeln getan. Über die zugrunde liegenden Prinzipien wollte ich schon länger publizieren und so kam die Idee auf, eine eigene Seite zu dem Themenkomplex ins Leben zu rufen. Diese ist nun seit heute online.

Mit dem Seidenfluss geht es mir darum, die Prinzipien der Kampfkünste und der so eng verwandten Energiearbeit und der Meditation zu erklären. Es geht mir darum, den Reichtum dieser Beschäftigungen aufzuzeigen, vor allem aber darum, die Scheu vor diesen Dingen zu nehmen: Kampfkunst ist kein Kloppen und Meditation ist nicht etwas, das nur erleuchtete Gurus erlernen können. Der Zugang zu beidem ist viel leichter als Sie vielleicht denken, und das zumindest möchte ich verdeutlichen. Mehr als etwas Neugierde braucht es zunächst nicht.

www.seidenfluss.de lädt Sie deshalb zu einer Flussreise zurück in den Osten ein. Einst brachte die Seidenstraße viele asiatische 'Wunder' nach Europa, über die man hier nur staunen konnte. Der Seidenfluss bringt Ihnen nun andere erstaunliche Dinge nahe, die mehrheitlich auch im Osten ihren Ursprung haben. Über einen Besuch würde ich mich sehr freuen, und wenn Sie wollen, können Sie sich auch beteiligen, denn eine solche Reise unternimmt man besser nicht alleine.

Die Seite wird ständig erweitert werden, aber jetzt schon finden Sie dort gut zehn grundlegende Artikel zu den Themen Kampfkünste, Gesundheit, Energiearbeit und Meditation. Ergänzt wird das Ganze um einen Blog, in dem ich kürzere Gedanken und Erfahrungen aufzuschreiben gedenke.

Bis bald auf dem Seidenfluss ...

chinese_fisherman2

Samstag, 17. April 2010

Blog umgestellt, bitte neue Feeds abonnieren

Die Umstellung auf Rapid Blog und Blogger ist jetzt vollzogen. Alle alten Beiträge sind jetzt parallel hier und auf Blogger zu finden, alle neuen Beiträge erscheinen unter einer etwas anderen URL - bleiben aber selbstverständlich weiter über die Seitennavigation erreichbar. Wenn Sie aber über neue Postings unterrichtet werden möchten, so müssen Sie neue Feeds abonnieren.

Die neuen Links:
- hier heißt die URL jetzt http://www.polyoinos.de/blog/start.php (also Endung .php statt .html)
- auf Blogger finden Sie das Blog unter http://polyoinos.blogspot.com

Wenn sie auf mein Blog verlinkt haben sollten, so wäre ich dankbar, wenn Sie das änderten. Unter beiden URLs finden Sie RSS-Feeds zum Abonnieren.

Das alte Blogsystem lief immer langsamer, und es war absehbar, dass es in ein, zwei Jahren gar nicht mehr laufen würde. Woran das liegt weiß ich nicht genau, denke aber dass eine html-Lösung für Blogs einer dynamischen Datenbank eben klar unterlegen ist. Das war mir vor zwei Jahren nur nicht klar. Außerdem lief ja seit zwei Monaten die Kommentarfunktion des Anbieters nicht mehr und die habe ich sehr vermisst, da Ihr Feedback sehr wichtig für mich ist.

Gewonnen habe ich zudem die Möglichkeit von jedem Rechner oder auch meinem Handy aus zu bloggen.

Verloren habe ich die Tags und die TagCloud. Das ist schade, aber die Zahl der Tags war doch auch sehr angeschwollen und vielleicht ist es aussagekräftiger, wenn ich in Zukunft eine erweiterte Form von Labels einführe, die zwar nicht ganz so differenziert ist, aber doch eine intelligente Filterung und Suche ermöglicht. Jedenfalls werde ich über die bekannten Labels „inside polyoinos“, „Wissen + Spekulation“, „Meinung“ und „Phantastik“ noch vier, fünf weitere Label einführen.

Also: Alles neu macht der Apreul - bleiben Sie mir gewogen.

Freitag, 16. April 2010

Vom Nutzen der Meditation


Falls Sie sich auch schon einmal gefragt haben sollten, welchen Nutzen denn das Meditieren wohl haben kann und ob das auch etwas für Sie ist oder nur für "esoterische Spinner", so interessiert Sie vielleicht, dass in einer wissenschaftlich abgesicherten, 'nichtesoterischen' Studie herausgefunden wurde, dass die Meditation auch bei geringem Aufwand erstaunlich nützlich sein kann. Einen Kurzbericht bringt dazu gerade Spiegel Online.

Na ja, neu ist das ja wirklich nicht, und auch wissenschaftliche Ergebnisse haben schon vielfach gezeigt, dass Meditation eine sinnvolle Sache ist, um das persönliche Befinden und kognitive Fähigkeiten zu verbessern. Ganz faszinierend zu diesem Thema ist das kleine Büchlein Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog des Neurobiologen Wolf Singer und des Molekularbiologen und praktizierenden Buddhisten-Mönches Matthieu Ricard (134 Seiten, der Link führt zu Amazon).

Offensichtlich verhält es sich so, dass das Meditieren erstens die Konzentration fördert, zweitens manche Formen der kognitiven Leistungen verbessert - etwa das räumliche Denken - und drittens psychische Spannungen und Ängste zu mindern vermag.

Diese Wirkungen treten interessanterweise unabhängig davon ein, ob man bestimmte weltanschauliche und/oder religiöse Vorstellungen mit dem Meditieren verbindet. Sie müssen also kein Buddhist sein oder an Energiearbeit glauben, um die genannten Effekte zu verspüren. Es reicht, sich einfach drauf einzulassen, mal zehn oder zwanzig Tage lang eine Viertelstunde zu opfern, und eine einfache Achtsamkeitsmeditation durchzuführen.

Achtsamkeitsmeditation? Ganz einfach. Es ist nicht nötig, denkend siebendimensionale Mandalas entstehen zu lassen oder zu versuchen Ausläufer des Heiligen Geistes im Äther zu erfassen. Es reicht, sich ungestört auf die Atmung zu konzentrieren. Im normalen, aufrechten Sitzen, ganz ohne das rechte Ohrläppchen mit der linken kleinen Zehe berühren zu müssen.

Das ist es wirklich schon: Hinsetzen, auf die Atmung achten, abschalten. Und obwohl das Abschalten nicht klappen wird, reicht es aus, bei jedem aufkommenden Gedanken einfach konsequent wieder zur Atmung zurückzukehren ... und sei dies auch 50 Mal in 15 Minuten nötig. Genauso habe ich angefangen und schon beim ersten Mal gefühlt: "Hmm, das ist aber schön." Mehr war es nicht, aber auch nicht weniger. Und ich blieb dabei.

Nun bin ich zwar weit von jeglicher Erleuchtung entfernt, fürchte ich, aber das Meditieren tut mir weiterhin gut. Es entspannt mich wirklich, es hilft mir, das was ich vor dem Meditieren unterbrochen habe, mit neuem Schwung aufzunehmen und es wird eigentlich immer schöner.

Wichtig ist mir, nochmals zu betonen, dass es keinen Grund gibt, unmäßigen Respekt vor der Meditation zu haben und sich wer weiß was Heiliges drunter vorzustellen. Die Neurowissenschaften zeigen, dass Meditation einfach eine Technik ist, die es unserem Gehirn und unserer Psyche erlaubt, besser zu funktionieren. Das kann ich nur bestätigen, unabhängig davon, wie insignifikant solch eine Einzelmeinung auch immer sein mag.

Es erinnert mich auch daran, wie ich mit dem Tai Chi begann (was wirklich deutlich mehr Aufwand erfordert). Ebenfalls mit viel zu viel Respekt vor der eigentlichen Sache fing ich damit an, aber auch mit einer neugierigen, doch neutralen Erwartungshaltung. Ich habe schlicht nichts erhofft, sondern einfach nur reinschnuppern wollen. Und es war ein Erfolg, der mein Leben bereicherte, wie ich an dieser Stelle beschrieben habe.

Nichts weniger können auch Sie erwarten, wenn Sie sich neugierig, aber respektlos mal an die Meditation wagen. Ein schöner Begleiter - einen Meditationslehrer braucht man für den Beginn nicht - ist dabei übrigens das kleine Buch Meditation für Anfänger von Jack Kornfield.

Versuchen Sie es doch mal, es vergrößert die Welt :-)


Donnerstag, 15. April 2010

Sync-Test

RW zu Blogger ...

Mittwoch, 14. April 2010

Blogsystem zieht um bzw. hier neu ein

Ich stelle gerade auf ein neues Blogsystem um. Das dauert wahrscheinlich 4 - 5 Tage, in denen auf meiner Homepage polyoinos.de "polyoinos: Blog" doppelt in der Navigationsleiste erscheint und in der hier auf Blogger nur ältere Postings zu sehen sind.

Die Basis ist eine Synchronverbindung von Blogger und meinem eigenen Server. Die Blogeinträge erscheinen dann sowohl auf polyoinos.de/blog als auch hier unter polyoinos.blogspot.com.

Blogger erlaubt aber nicht mehr als 50 Blogeinträge pro Tag, so dass es 4 oder 5 Tage dauern wird, bis die alten Einträge umgezogen sind. außerdem muss ich noch etwas mit dem Kommentarsystem von DisQus experimentieren. Dann sollte aber alles wie gewohnt plus der Kommentare laufen, die seit zwei Monaten abgeschaltet sind.

Einziges Manko: Die alten Kommentare ließen sich nicht retten. Das ist bedauerlich, da ein paar sehr schöne, auch wichtige kritische Einträge damit verloren sind. Aber an die Texte komme ich wegen Insolvenz des Anbieters nicht mehr heran.

Bleiben Sie mir gewogen ...

Dienstag, 13. April 2010

Machtmissbrauch, das ist immer noch das Problem mit der katholischen Kirche

Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht, nicht wahr? Und „brechen“ war denn auch das erste, woran ich beim heutigen Anblick der Zeitung denken musste. Gut, dass der Blick vor der Nahrungsaufnahme fiel. Da hat sich also der Ruhrbischof zum Thema Homosexualität ausgelassen und diese wieder einmal als Sünde verdammt. Das ist aber leider nur auf den ersten Blick lächerlich, denn das eigentliche dahinterstehende Problem ist der immer noch praktizierte Machtmissbrauch des katholischen Klerus. Und damit meine ich nicht einmal das von ihm extra für Kinder aufgestellte elfte Gebot „Du sollst alles tun, was Dein Priester sagt!“ Das Maß ist voll, der Krug gebrochen ...

Jeder aufgeklärte (ich meine die kantsche Aufklärung) Mensch sollte mit einem Achselzucken über diesen Schwachsinn von der Sündhaftigkeit gleichgeschlechtlicher Liebe hinweggehen können, was dem Thema genau die Aufmerksamkeit gewährte, die ihm zusteht - Null. Aber leider geht das nicht, denn die katholische Kirche übt noch sehr viel geistige Macht aus, weil Millionen von Menschen diese Kirche als geistigen Mittler zwischen sich und Gott verstehen.

Wenn es Gott gibt - was ich keineswegs ausschließe -, so ist es zwar so, dass alles, was mein Seelenheil betrifft sich zwischen mir und ihm abspielt. Aber das ist natürlich auch eine ganz schöne Bürde. Schließlich reden wir über das Schicksal meiner unsterblichen, also in alle Ewigkeit existierenden Seele im Angesicht eines allmächtigen Wesens, das auch die Funktion eines Richters über eben diese, meine Seele ausübt. Das ist sicherlich manchmal schwer auszuhalten, und so ist es schön, einen Beistand, Vermittler und Anwalt in diesem Verhältnis zur Verfügung zu haben: den Priester und die Kirche.

Auch ist es schwierig, das ganze Leben und seinen Sinn zu verstehen. Religion kann dabei ungemein hilfreich sein und die professionellen Vertreter von Religion üben auch hier eine tragende Mittlerrolle aus. Auch hier sprechen wir mit Sicherheit von einer Spanne, die das gesamte irdische Leben umfasst und vielleicht von einer ganzen Ewigkeit, die auf dieses Leben noch folgt.

Sollten Sie selbst nicht religiös sein, so stellen Sie sich aber bitte einmal vor, was nun Aussagen wie die von der Sündhaftigkeit von Homosexualität bewirken können. Stellen Sie sich vor, Sie glaubten fest und wirklich und unerschütterlich daran, dass die Lehren der Kirche Ihr Wegweiser durch das Leben und darüber hinaus in die Ewigkeit und zur liebenden Anerkennung durch Gott sind. Stellen Sie sich vor, Sie seien wirklich überzeugt davon, dass das Sündigen Sie zu tausenden von tausenden von tausenden Jahren in der Hölle verurteilt - allein, ungeliebt, eventuell pausenlos gefoltert. Genau so etwas können diese Priester dem Gläubigen nämlich einreden.

IMG_5662 - Arbeitskopie 3
Angst machen, das können sie ...

Wer so viel Verantwortung trägt, wie die Priesterschaft, ist gehalten, damit auch sehr verantwortungsvoll umzugehen. Wer so viel Verantwortung trägt, besitzt damit auch eine sehr große Macht. Schließlich haben diese Leute mit ihren Auslegungen die Hoheit über das spirituelle Leben all der Gläubigen, die beschlossen haben für sich die katholische Heilslehre in Anspruch zu nehmen. Und wer mit der nicht verantwortungsvoll umgeht, missbraucht seine Macht. Und wer Macht missbraucht, dem gehört sie entzogen. Nahezu das gesamte Bischofs- und Kardinalskollegium und der Papst sollten zurücktreten oder bei Nichtbefolgen zum Rücktritt verurteilt werden!

Aber könnte denn etwas dran sein an der Idee Homosexualität sei sündhaft? Nein, ausgeschlossen. Homosexualität ist eine Spielart der Liebe zwischen Menschen, und wenn es eine Sache gibt, die gut ist, wenn Menschen sie ausüben, dann ist es dies: zu lieben.

Ich scherze ja gerne, dass mir eine primitive Religion wie die katholische - und primitiv ist sie trotz all der überflüssigen theologischen Fakultäten an denen gar nicht primitive Menschen sich bemühen, der Primitivität einen intellektuellen Anstrich zu geben - lieber ist als das Wischiwaschi der Evangelen, die selbst Jesus rumdrucksenderweise die Göttlichkeit abzusprechen beginnen. Da haben die Katholen mit ihrem Teufel und echtem Schwefelgeruch ja noch richtig was aufzufahren.

Angesichts der katholischen Realität bleibt mir dieser Scherz aber im Halse stecken. Diese sogenannten Seelsorger gehen mit ihrem Machtmissbrauch nicht weniger verbrecherisch um als die Inquisitoren vor 500 Jahren. Wer so verantwortungslos spricht wie Ruhrbischof Overbeck und Papst Benedikt, verbrennt nämlich die Seelen der Gläubigen.

Das einzige was hilft - denn zurücktreten werden die natürlich nicht - ist, sich klarzumachen, dass das Seelenheil ganz ohne des Klerus´ belanglose Meinung zwischen Ihnen und Gott entschieden wird. Hilfe und Trost in dieser Angelegenheit können auch andere spenden als ausgerechnet diese Priesterschaft. Die liebt Sie nämlich nicht, sondern will Sie beherrschen. Gott aber liebt Sie und will Ihre Freiheit, sonst hätte er sich die Schöpfung gespart.


Freitag, 2. April 2010

Warum es uns gibt - Eine ganz kleine Geschichte unserer Existenz

Wie es dazu kam, dass es uns, unsere Welt und unser Universum gibt, das weiß die Wissenschaft schon fast komplett zu erklären. Was viel schwieriger zu beantworten ist, ist die Frage, warum wir und das Universum und uns herum da sind. Die Frage nach dem Sinn des Kosmos und unseres Lebens also.

Glücklicherweise erzählte mir Gott neulich, warum er die Schöpfung geschöpft hat. Folgen Sie mir doch bitte in die Story-Sektion auf polyoinos, und lassen Sie mich erklären ...

Donnerstag, 1. April 2010

"Fantasy ist wie Ferien" ...

... die Überschrift stammt nicht von mir, sondern von dem zuständigen Redakteur der Coopzeitung, dem ich vor drei Wochen ein Interview über die Fantasy gab. Das Interview ist mittlerweile in Print, aber auch online erschienen. Vielleicht möchten Sie ja mal reinschauen.

Es ist nichts Weltbewegendes und es steht nichts drin, was ich nicht sowieso seit langem in Schrift und Vortrag behaupte. Aber es hat Spaß gemacht, auf sehr geringem zur Verfügung stehendem Platz die üblichen Fragen „Was ist Fantasy?“, „Was finden die Leute daran?“, „Ist Fantasy gefährlich?“ usw. zu beantworten. Ein Freund meinte nach der Lektüre, es sei sehr gut geeignet, Nicht-Fantasy-Kennern einen ersten Eindruck vom Genre zu geben. Vielleicht kennen Sie ja auch jemanden, der einen solchen ersten Eindruck nötig hätte ...

Hier finden Sie das Interview ... und wenn ich so drüber nachdenke, dann gefällt mir die Überschrift richtig gut. Ja, es ist wie Ferien. Und ich gehe jetzt ans Lektorat eines neuen Buches und lasse mich für diese Ferien sogar bezahlen ...

IMG_4683
Fantasy ist wie Ferien in einem fremden Land