Donnerstag, 10. Juni 2010

Thilo Sarrazin trägt kräftig zur Verdummung des Volkes bei

Der Bundesbankvorstand und ehemalige Berliner Senator Thilo Sarrazin beklagte sich auf einer Veranstaltung zum Thema Bildung, dass Deutschland "auf natürliche Weise verdumme", und dass dies an den Einwanderern liege, schreibt der Spiegel gerade. Nun, für seine rassistischen Ausfälle ist der Mann ja bekannt, aber das mit der Verdummung hat er nicht kapiert und ist damit selbst ein viel stärkerer Faktor bei der Volksverdummung als die MigrantInnen.

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Herr Sarrazin beklagt nämlich, dass MigrantInnen in der Regel weniger gebildet seien als Einheimische - womit er leider Recht hat. Aber das liegt an den mangelnden Bildungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern und außerdem kann man dem abhelfen, denn Bildung ist vermittelbar, an jede, jeden und in allen Altersstufen. Und Bildungsdefizite als kultureller Minderbesitz haben nicht das Geringste mit Intelligenz zu tun, weshalb sie auch nicht zum Verdummen beitragen können.

Aber so etwas Ähnliches muss auch Herr Sarrazin mal gehört haben, denn im Weiteren sprach er gar nicht mehr Bildung, sondern in der Tat von Intelligenz und befand, dass MigrantInnen nur über mindere Intelligenz verfügten. Das sagt aber hauptsächlich etwas über die Bildung und dann auch die Intelligenz von Herrn Sarrazin aus.

Wäre er nämlich gebildet, wüsste er, dass erstens alle Versuche, unterschiedlichen Ethnien Intelligenzunterschiede pauschal nachzuweisen, gescheitert sind. Und er wüsste - hat der arme Mann nicht einmal Geschichtsunterricht gehabt? -, dass gerade Völkerstämme aus dem vorderasiatischen Raum der Menschheit die Kultur und die Wissenschaften gebracht haben, was schon aus stammesgeschichtlicher Sicht Minderintelligenz ausschließt.

So viel zu Herrn Sarrazins Bildung - er könnte ja mit MigrantInnen die Schulbank drücken, um sich wenigstens ein bisschen diesbezügliches Niveau anzueignen. 

Aber der Mann war Senator und ist Bundesbankvorstand - verantwortungsvollste Posten, die von Intelligenzlern bekleidet sein sollten. Da der Mann aber seine offensichtlichen Defizite nicht erkennen kann, ist ein Intelligenzmangel zu befürchten ... in der Vorstandsetage der Bundesbank - oh wei. 

Sarrazin hat also doch recht: Wir Deutschen verdummen durchschnittlich, wenn schon unsere 'Besten' solche Schwächen zeigen. Außer - aber das wollen wir ja mal nicht vermuten - der Mann würde das einfach alles aus boshaftem, rassistischem Kalkül erzählen und weil sich in diesen führungslosen Zeiten so trefflich am rechten Rand Aufmerksamkeit erheischen lässt.



Montag, 7. Juni 2010

Wir für Gauck - bitte unterschreiben!

Ein bisschen spät, aber nicht zu spät (ich hatte leider schon wieder Schwierigkeiten mit meinem Blog, dieses Mal war der Server von Google schuld) ein Hinweis: Die Site Wir für Gauck online gegangen, eine Internetseite, die dazu aufruft, eine Petition zu unterzeichnen, die fordert, dass Joachim Gauck zum Bundespräsidenten gewählt wird.

Das kann ich nur unterstützen. Zum Einen weil Herr Gauck ein integrer, ehrenwerter Mann und durch und durch Demokrat ist, obwohl ich mit ihm politisch persönlich nur teilweise übereinstimme. Aber er wäre ein guter, überparteilicher und mutiger Präsident, der sich für die Belange des Volkes einmischt, was man von der Politik ja leider immer weniger sagen kann, die mehr und mehr nur sich selbst beachtet.

Zum Anderen nämlich geht es, wie ich finde, auch darum, Merkels reine Machtspielchen zu durchkreuzen oder wenigstens zu zeigen, dass man die Spielchen durchschaut und ablehnt. Es geht der Kanzlerin doch überhaupt nicht um die Person Wulff, sondern allein um Taktiererei! Die Rheinische Post schrieb Anfang letzter Woche, dass es manche Quelle in Berlin gäbe, die bestätige, dass Frau Merkel seit ihrer Wahl letzten September nur noch an eines denke - an die nächste Bundestagswahl. Das glaube ich unbesehen.

Wulff wird nicht zu verhindern sein, aber Aktionen wie die der Site Wir für Gauck werden immer wirksamer. Auch diese Site wird Wulff nicht verhindern, aber sie ist ein weiteres wichtiges Bausteinchen auf dem Weg zu mehr Bürgerbeteiligung. Und um die muss es gehen, wenn unverantwortliche PolitikerInnen wie Frau Merkel durch ihre kurzsichtigen Taktiken die Politikverdrossenheit schüren, bis irgendwann wieder ein Extremist ans Ruder gewählt wird ...

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie auch unterzeichnen!